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Gebrauchte Stahlhalle 15×25 m zur Demontage und Wiederverwendung

vor 7 Tagen
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Stunden

Unter der Objekt-ID TRS-375-LH-ZR15TH4-001 dokumentieren wir eine in Bbg. befindliche Stahl-Leichtbauhalle, die für einen späteren selektiven Rückbau und eine mögliche Wiederverwendung an einem neuen Standort vorgesehen ist.

Die Halle wurde ursprünglich als demontierbare und transportable Stahlhalle konzipiert. Im Zuge einer aktuellen Bestandsaufnahme wurde das Tragwerk vor Ort vermessen, fotografisch erfasst und mit den vorhandenen historischen Bau- und Tragwerksunterlagen abgeglichen.

Das dokumentierte Systemmaß beträgt etwa 15,00 × 25,00 m. Die Konstruktion besteht aus feuerverzinkten Stahlrahmen im 5,00-m-Achsraster, geschraubten Rahmenecken und Firstknoten sowie einer weitgehend demontierbaren Sekundärkonstruktion. Die historischen Unterlagen beschreiben das Haupttragsystem ebenfalls als Zweigelenkrahmen mit 5,00 m Binderabstand.

Rückbau aufgrund geplanter Grundstücksum­nutzung

Der geplante Rückbau erfolgt nach aktuellem Stand nicht aufgrund eines uns bekannten tragwerksbezogenen Schadensfalls, sondern im Zusammenhang mit einer veränderten Grundstücksnutzung.

Das ehemals gewerblich genutzte Grundstück liegt heute in einem überwiegend wohnbaulich geprägten Umfeld und soll perspektivisch einer wohnbaulichen Nachnutzung zugeführt werden.

Damit entsteht die Möglichkeit, das vorhandene Stahltragwerk nicht lediglich als Abbruchmaterial zu betrachten, sondern gezielt für eine Wiederverwendung an einem neuen Standort zu sichern.

Voraussichtliche Verfügbarkeit

Das mögliche Demontagefenster liegt nach gegenwärtigem Planungsstand bei:

Ende 2026 / Anfang 2027 – ausdrücklich unter Vorbehalt

Der tatsächliche Demontage-, Übergabe- und Abholzeitpunkt hängt von der weiteren Nutzung, Räumung und abschließenden Freigabe des Bestandsstandortes ab und kann sich noch verändern.

Eine verbindliche Terminbestätigung erfolgt erst nach abschließender Abstimmung.

Technische Eckdaten

Merkmal

Dokumentierter Bestand

Objekt-ID

TRS-375-LH-ZR15TH4-001

Standort

Brandenburg

Hallentyp

demontierbare Stahl-Leichtbauhalle

System-/Nennmaß

ca. 15,00 × 25,00 m

Rahmenraster

5,00 m Achsmaß – vor Ort bestätigt

Hallenfelder

5

Rahmenachsen

6

Lichte Innenbreite

ca. 15,382 m

Lichte Innenlänge

ca. 25,499 m

Lichte Traufhöhe, UK Dachpaneel

ca. 4,410 m

Lichte Firsthöhe, UK Firstblech

ca. 5,757 m

Dachneigung

ca. 10°

Hauptstützen

IPE 330

Dachriegel im Rahmeneckbereich

IPE 330

Dachriegel Richtung First

IPE 240

IPE-330-Riegelabschnitt

derzeit auf ca. 2 m geschätzt; Nachmaß bei Demontage

Giebel-Zwischenstützen

HEA 140

Dachpfetten

dokumentiert A230/180; Naturmaß Höhe ca. 225 mm

Dachpfettenanzahl

4 je Dachhälfte

Wandriegel

dokumentiert B170/155; Naturmaß Höhe ca. 170 mm

Aussteifung

Drahtseilverbände

Oberfläche Stahltragwerk

feuerverzinkt

Rolltor

elektrisch

Rolltor lichte Öffnung

ca. 3,988 × 3,689 m B × H

Schaufensteranlage

4 Elemente, jeweils ca. 2,50 m breit

Schaufensterhöhe

ca. 2,30 m

Demontagefenster

voraussichtlich Ende 2026 / Anfang 2027, unter Vorbehalt

Die Bestandsunterlagen führen die Halle mit ca. 15,00 × 25,00 m, 4,00 m statischer Traufhöhe, 5,70 m Firsthöhe und 10° Dachneigung. Die heutige Bestandsaufnahme ergänzt diese Angaben durch Naturmaße und dokumentiert die tatsächlich ausgeführte Konstruktion.

Feuerverzinktes Stahltragwerk mit 5-Meter-Raster

Das Haupttragwerk besteht aus regelmäßig angeordneten Stahlrahmen im 5,00-m-Achsraster.

Die Hauptstützen sind als IPE 330 ausgeführt. Auch der hoch beanspruchte Dachriegelbereich an den Rahmenecken besteht aus IPE 330.

Nach einem derzeit auf ungefähr 2 m geschätzten Riegelabschnitt erfolgt ein konstruktiver Profilübergang auf IPE 240. Von dort verläuft das schlankere Profil weiter in Richtung First.

Die genaue Lage und Länge der Profilverjüngung wird während der Demontage nochmals vermessen und in der abschließenden As-built-Dokumentation ergänzt.

Demontagefreundliche Hauptknoten

Ein wesentlicher Vorteil für die Wiederverwendung ist die konstruktive Ausbildung der Hauptverbindungen:

  • Rahmenecken mechanisch verschraubt,

  • Firstknoten mechanisch verschraubt,

  • Dachpfetten und Wandriegel lösbar befestigt,

  • Dach- und Wandverbände mit mechanischen Anschlüssen.

Die Rahmen lassen sich dadurch grundsätzlich in transportgerechte Einzelbauteile zerlegen, ohne das Primärtragwerk unnötig zu zerschneiden.

Dach- und Wandkonstruktion

Die historische Dokumentation beschreibt eine gedämmte Gebäudehülle mit HOESCH-Dach- und Wandelementen. Die Bestandsunterlagen nennen für das Dach TL 75 und für die Wand LL 40.

Die Sekundärkonstruktion besteht im heutigen Bestand aus:

  • 4 Dachpfetten je Dachhälfte,

  • Dachpfetten mit ca. 225 mm Profilhöhe,

  • Wandriegeln mit ca. 170 mm Profilhöhe,

  • verzinkten Anschlussbauteilen,

  • Drahtseilverbänden zur Aussteifung.

Die Wiederverwendbarkeit der inzwischen über 30 Jahre alten Sandwichpaneele wird separat vom Stahltragwerk bewertet. Zustand von Deckschalen, Dichtungen, Befestigungen und Dämmkern ist vor einer erneuten Verwendung zu prüfen.

Der wirtschaftliche und technische Schwerpunkt des ReUse-Projektes liegt daher insbesondere auf dem feuerverzinkten Stahltragwerk und seiner Sekundärkonstruktion.

Aussteifung mit Drahtseilverbänden

Im heutigen Bestand wurde ein zentrales Verbandsfeld festgestellt.

Die historische Konstruktion verwendet Dach- und Längsverbände; die Herstellerunterlagen beschreiben hierfür kreuzweise angeordnete Drahtseile.

Die vorhandenen Anschlusslaschen und Beschläge sind weitgehend mechanisch lösbar.

Bei einer Wiedererrichtung ist die vorhandene Aussteifung jedoch nicht ungeprüft zu übernehmen. Anzahl, Position und Dimensionierung der erforderlichen Verbände sind Bestandteil der neuen standortbezogenen Tragwerksplanung.

Großformatige Schaufensteranlage im Vordergiebel

Eine Besonderheit der Halle ist die großformatige Verglasung im vorderen Giebel.

Die Schaufensteranlage besteht aus vier Segmenten mit jeweils ungefähr:

2,50 m Breite × 2,30 m Höhe

und erreicht damit insgesamt eine Breite von etwa 10 m.

Die vorhandene Gestaltung eröffnet – abhängig von Zustand und zukünftiger Planung – interessante Möglichkeiten für eine Kombination aus:

Werkstatt · Lager · Service · Ausstellung

Die Verglasung wird beim Rückbau separat hinsichtlich ihrer Wiederverwendbarkeit beurteilt.

Elektrisches Rolltor

Die Halle besitzt ein elektrisch betriebenes Rolltor.

Gemessene lichte Öffnung:

ca. 3,988 × 3,689 m B × H

Antrieb, Torbehang und Sicherheitseinrichtungen werden vor einer eventuellen Wiederverwendung gesondert bewertet.

Links neben dem Tor befindet sich eine ältere Stahltür von ungefähr 1,00 × 2,00 m. Aufgrund der deutlich sichtbaren Korrosion wird diese Tür für die weitere ReUse-Planung nicht als werthaltiges Bauteil angesetzt; Ersatz empfohlen.

Die historische Herstellerbeschreibung sah Stahltüren in etwa dieser Größenordnung sowie unterschiedliche elektrisch betriebene Torvarianten ausdrücklich vor.

Nicht systemzugehöriger Innenausbau

Das vordere Hallenfeld wurde während der bisherigen Nutzung baulich abgeteilt.

Eine etwa 24 cm starke Sandkalkstein-Innenwand verläuft in der Achse des zweiten Stahlrahmens und trennt damit ungefähr das erste 5 × 15 m große Hallenfeld vom übrigen Hallenraum.

Über diesem Bereich befindet sich eine Holzbalkendecke von ungefähr:

5 × 15 m = ca. 75 m²

Nach Sichtbefund handelt es sich wahrscheinlich um einen zweischaligen Bretteraufbau mit dazwischenliegender Mineralfaserdämmung.

Dieser Ausbau gehört nicht zum modularen Stahlhallensystem.

Sandkalksteinwand, Holzbalkendecke sowie sonstige massive oder nutzungsspezifische Einbauten werden deshalb im ReUse-Konzept getrennt vom eigentlichen Hallentragwerk betrachtet.

As-built-Dokumentation statt reine Planübernahme

Ein wesentlicher Bestandteil des ReUse-Prozesses ist der Abgleich der historischen Unterlagen mit dem tatsächlich vorhandenen Bauwerk.

Dabei wurden unter anderem folgende Punkte festgestellt:

Profilwechsel IPE 330 → IPE 240

Die historische Rahmenberechnung bildet das Hauptsystem vereinfacht beziehungsweise teilweise abweichend mit IPE 330 ab. Im tatsächlichen Bestand wurde ein konstruktiver Übergang vom IPE-330-Eckbereich auf IPE 240 festgestellt.

Giebel-Zwischenstützen

Je Giebel sind zwei Zwischenstützen vorhanden. Die gemessenen Profilabmessungen entsprechen HEA 140; dieses Profil findet sich auch in der historischen Bemessung des Giebelbereichs.

Sonderanschlüsse an den Giebelstützen

Die Kopfplatten der Giebel-Zwischenstützen wurden mangels korrespondierenden Bohrbildes im IPE-240-Giebelriegel im Bestand durch Baustellenschweißungen angeschlossen.

Auch die Fußpunkte dieser Zwischenstützen weisen lokale Sonderlösungen auf.

Diese vier Stützen werden deshalb beim Rückbau gesondert behandelt.

Ziel ist insbesondere, die IPE-240-Dachriegel als Bestandteil des Haupttragwerks ohne unnötigen Schleif- oder Trennabtrag zu erhalten.

ReUse-Zustandsbewertung

Bauteil

Vorläufige ReUse-Klassifizierung

Hauptstützen IPE 330

A – gut wiederverwendbar, Nachrechnung erforderlich

Dachriegel IPE 330 / IPE 240

A – besonders erhaltenswert

Rahmenecken

A – verschraubt / lösbar

Firstknoten

A – verschraubt / lösbar

Dachpfetten

A/B – Einzelprüfung erforderlich

Wandriegel

A/B – Einzelprüfung erforderlich

Anschlussbeschläge

A/B – grundsätzlich erhaltenswert

Drahtseilverbände

B – Zustand prüfen, ggf. Seile erneuern

Sandwichpaneele

B/C – Zustand feldweise beurteilen

Rolltor

B/C – Funktions- und Zustandsprüfung erforderlich

Stahltür

C – Ersatz empfohlen

Giebel-Zwischenstützen

B/C – Anschlussaufarbeitung erforderlich

KS-Innenwand

nicht Bestandteil des ReUse-Hallensystems

Holzbalkendecke

nicht Bestandteil des Stahlhallensystems

Die Klassifizierung ist eine technische Vorbewertung des Bestands und ersetzt keine statische Prüfung oder Materialprüfung.

Technische Dokumentation vorhanden

Für die Halle liegen historische Bau- und Tragwerksunterlagen vor.

Die Bestandsdokumentation wird durch:

  • aktuelle Fotografien,

  • Naturmaße,

  • Anschlussdetails,

  • Profilidentifikation,

  • As-built-Abweichungen und

  • eine demontagebezogene Bauteilbewertung

ergänzt.

Für einen neuen Standort ist grundsätzlich eine neue standortbezogene statische Bewertung erforderlich. Insbesondere Schneelast, Windlast, Fundamente, Verankerung, Aussteifung und gegebenenfalls neue Zusatzlasten sind für das zukünftige Bauvorhaben neu nachzuweisen.

Die historische Dokumentation ist dennoch ein wesentlicher Vorteil gegenüber einer undokumentierten gebrauchten Stahlkonstruktion.

Mögliche neue Nutzungen

Aufgrund von Größe, Hallenhöhe, Rolltor und Schaufensteranlage kann die Konstruktion – vorbehaltlich neuer Planung und Genehmigung – insbesondere interessant sein als:

  • Lagerhalle

  • Werkstatthalle

  • Handwerkerhalle

  • Gewerbehalle

  • Maschinenhalle

  • Servicehalle

  • Ausstellungshalle

  • Kombination aus Werkstatt, Lager und Ausstellung

ReUse statt Verschrottung

Das vorhandene Gebäude wurde ursprünglich als demontierbare Stahlhalle konzipiert.

Die heute noch vorhandene Konstruktion bietet die Möglichkeit, einen wesentlichen Teil der bereits produzierten Stahlbauteile in einem zweiten Lebenszyklus weiterzuverwenden, anstatt sie ausschließlich der stofflichen Verwertung zuzuführen.

Insbesondere die feuerverzinkten Rahmen, Dachpfetten, Wandriegel und konstruktiven Verbindungselemente werden deshalb unter der eindeutigen Objekt-ID

TRS-375-LH-ZR15TH4-001 systematisch dokumentiert.

Interesse an dieser ReUse-Stahlhalle?

Das Objekt befindet sich derzeit in der Vermarktungs- und Rückbauvorbereitung.

Standort: Brandenburg

Voraussichtliches Demontagefenster: Ende 2026 / Anfang 2027 – unter Vorbehalt

Weiterführende technische Informationen, Detailaufnahmen und Angaben zum voraussichtlichen Liefer- und Demontageumfang können qualifizierten Interessenten nach vorheriger Abstimmung zur Verfügung gestellt werden.

Anfrage bitte unter Angabe der Objekt-ID

TRS-375-LH-ZR15TH4-001


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